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Nullplan für Selbstständige?

05.03.2020

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Was ist der Nullplan für Selbstständige? Der Nullplan gilt als außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan. Besonderheit hierbei: Der Schuldner hat kein Vermögen oder pfändbares Einkommen (Pfändbarer Teil) anzubieten. Dennoch sollen ihm die Schulden über diesen Plan erlassen werden. Nur die wenigsten Insolvenzgläubiger gehen auf diese außergerichtliche Einigung ein. Ist der Nullplan also auch für Selbstständige möglich?

Einsatz des Plans

Ein Nullplan ist für Verbraucherinsolvenzverfahren vorgesehen. Üben die Schuldner keine selbstständige Tätigkeit aus oder haben noch nie eine ausgeübt, so müssen sie ein Verbraucherinsolvenzverfahren anmelden. Der Nullplan ist hierbei ein Mittel, um die Schuldenbereinigung auch ohne Einkommen oder Vermögen durchzuführen (Verdienst in der Insolvenz). In den meisten Fällen scheitert dieser Versuch jedoch (Scheitern der außergerichtlichen Einigung). Ehemalige Selbstständige können auch den Nullplan für sich nutzen. Allerdings müssen sie weniger als 20 Gläubiger auf der Gläubigerliste vorweisen und dürfen keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen, der Sozialversicherung oder der Lohnsteuer besitzen. Ehemals Selbstständige müssen in dieser Situation versuchen, eine außergerichtliche Schuldenbereinigung durchzuführen. Ohne diese Einigung ist der Antrag auf Verbraucherinsolvenz unzulässig.

Nullplan für Selbstständige: Auf Insolvenz abzielen

Der Plan ist die einfachste Möglichkeit für ehemalige Selbstständige, den außergerichtlichen Schuldenvergleich scheitern zu lassen und direkt in die Insolvenz zu gehen. Im Normalfall genügt die Ablehnung von einem Insolvenzgläubiger, damit der Vergleich als gescheitert angesehen wird. Auch bei einem Nullplan müssen alle Gläubiger zustimmen, um den Vergleich als erfolgreich anzusehen. Vor allem behördliche Einrichtungen, Vermieter, Inkassounternehmen oder auch die GEZ lehnen einen solchen Vergleich meist ab. Mit dieser Ablehnung können auch ehemals Selbstständige in das Verbraucherinsolvenzverfahren gehen.

 

 

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