Corona führt zur Überschuldung der Verbraucher - Wir helfen!

28.09.2020

LESEZEIT:

Die aktuelle wirtschaftliche Situation ist durch das SARS-CoV-2- Virus geprägt. Viele Verbraucher leiden unter Existenzängsten und sind von besonderen Sorgen geplagt.

Wir erzählen hier die Geschichte von Herrn Berger*, die Geschichte eines Verbrauchers, der in diesen Tagen unter den aktuellen Gegebenheiten leidet.

 

Herr Berger, wer sind Sie und welcher Anlass bringt Sie dazu, rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Mein Name ist Alexander Berger, ich bin 40 Jahre alt und gelernter Bauzeichner und will mich nun nach meinen Fortbildungen mit einem Büro für Baudienstleistungen selbständig machen. 2020 sollte das Jahr werden, in dem ich richtig durchstarten kann. Doch dann kam die Pandemie dazwischen, was dafür sorgte, dass ich sämtliche neue Schulden zu den sowieso schon bestehenden alten Schulden anhäufte. Das führt mich heute hierher. Die Verbraucherinsolvenz ist mein letzter Rettungsring, den ich so dringend brauche.

Lassen Sie uns Ihre Situation genauer untersuchen. Wie kam es dazu, dass Sie sich vor der Pandemie verschuldet haben?

Ich musste vor einigen Jahren einen Konsumkredit aufnehmen. Meine alten Schulden gehen nicht auf ein Luxusleben zurück, ich habe mir weder einen riesigen Flachbildfernsehen noch einen neuen tollen Sportwagen auf Pump gekauft. Mit dem Konsumkredit wurde ein Kinderwagen und ein Babybett gekauft, nachdem mein erster Sohn geboren war. Dann kamen die Raten für ein notwendiges Auto von etwa 300 Euro im Monat hinzu. Ich brauchte schließlich noch einen Kredit, um den ersten abzulösen. Und noch einen. Meine Devise war es erst zu kaufen, dann zu zahlen. Die Null-Prozent-Finanzierung verlockt ja gerade dazu. Irgendwann kamen dann die Scheidung von meiner Frau, der Umzug nach Stuttgart, ein Jobwechsel und schließlich noch mehr Kredite dazu.

Wie sieht Ihre jetzige Situation aus?

Inzwischen lebe ich in Stuttgart, wo ich durchstarten wollte. Bis März hatte ich sämtliche Aufträge in Aussicht, sämtliche Projekte, in die ich eingespannt gewesen wäre. Es sah wirklich gut aus. Doch dann breitete sich das Virus aus und die Aufträge wurden nach und nach gecancelled. Meine ganzen Investitionen in Geräte und ein Büro, das Miete kostet usw. waren umsonst. Ich hatte von einem Tag auf den anderen keine Arbeit mehr. So kamen zu den alten Schulden die neuen Schulden dazu.

Seit März suchte ich mir dann so schnell wie möglich einen neuen Job bei einem Architektenbüro in Ulm, zu dem ich jeden Tag pendeln muss, wo ich natürlich nicht das verdiene, was ich in meiner Selbständigkeit hätte verdienen können. Aber so kam immerhin Geld ins Haus, mit dem ich meine private Miete und das Nötigste bezahlen konnte.

Was ist mit Ihrem eigenen Büro passiert?

Das Büro steht leer, die Kredite kann ich nicht bedienen; die Post von den Banken öffne ich seit Monaten nicht mehr. Das erschlug mich jedes mal aufs Neue. Auch auf die vielen Anrufe der Kreditinstitute reagiere ich seit einer Weile nicht mehr. Ich werde dieser ganzen Situation nicht mehr gerecht.

Herr Berger, welche Auswirkungen hat diese Krise auf Ihr Leben?

Ich habe in den Nachrichten gelesen, dass es nicht nur mir so geht, sondern auch 6,9 Mil. Anderen in Deutschland, die ihre Raten für die laufenden Kredite nicht mehr bedienen können und Verbraucherinsolvenz anmelden mussten. Und ich erinnere mich an das Detail, dass diese Zahlen von 2019 waren, also aus der Zeit vor der Krise. Da will ich dann gar nicht wissen, wie schlecht die Situation der Verbraucher in den aktuellen Tagen ist. Dieser Vergleich war mir bekannt. Doch das half mir in dieser Situation auch nicht wirklich. Meine Probleme waren nach wie vor da.

Richtig, Ihre Vermutung trifft zu, es gibt derzeit kaum Zahlen, die die Auswirkungen der Krise auf die Verbraucher abbilden: Die Verbraucher sind von Kurzarbeit, Jobverlust, Verlust des Nebenjobs betroffen oder wie Sie, davon dass Selbständige Ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können.

Haben Sie sich in dieser schweren Lage verstanden gefühlt? Hatten Sie Hilfe? Welche Maßnahmen haben Sie in dieser Lage getroffen?

Naja ich kann zunächst sagen, dass ich häufiger unter Stress wegen der Schulden stehe. Meine finanziellen Einbußen lassen mich seit Monaten kaum eine Nacht mehr durchschlafen. Ich fühlte mich oft hilflos und alleine: In der Lockdown-Zeit war die kommunale Schuldnerberatung vor Ort geschlossen, also habe ich erst einmal abgewartet. Inzwischen ist die Schuldnerberatung wieder erreichbar und die Nachfrage muss wieder so hoch sein, dass die Berater nicht mehr hinterher kommen. Meine Beraterin klagt über viele Fälle und kündigte mir lange Wartezeiten an. Dort wurde mir dann die Verbraucherinsolvenz nahe gebracht, die ich nun in Anspruch nehmen will.

 

Die Weiterentwicklung des Falls: Ab Oktober kürzere Dauer der Verbraucherinsolvenz

Herr Berger geht nun regelmäßig zur Schuldnerberatung und kann nun besser mit seinem Geld haushalten und macht vor allem keine neuen Schulden. Außerdem wird Herr Berger von unserer Kanzlei rechtlich beraten: Er hat Verbraucherinsolvenz angemeldet und wird ein geordnetes Verfahren durchlaufen, bei dem die Forderungen der Gläubiger nach Möglichkeit erfüllt werden. Alles, was Herr Berger über der Pfändungsgrenze am Ende des Monats verbleibt, geht an die Gläubiger: Das heißt konkret: Nach einem bestimmten Zeitraum erlangt Herr Berger dafür die Schuldenfreiheit. Neuanfang. Es geht bergauf.

Zwar reichten die Mittel von Herrn Berger nicht für einen Gläubigervergleich, jedoch kann unser Mandant von einer anderen positiven Entwicklung dieser Tage profitieren. Ab Oktober tritt voraussichtlich ein neues Gesetz in Kraft, wonach die Verbraucherinsolvenz dann nicht mehr sechs Jahre, sondern nur noch drei Jahre dauert. Verbraucher erhalten also das große Geschenk, nun in der Hälfte der Zeit schuldenfrei zu werden.

 

Das Insolvenz-Paradoxon: Verbraucher kommen früher raus aus den Schulden

Diese Übergangssituation führt zu einem statistischen Paradoxon: Mitten in der Krise geht im gesamten Bundesgebiet die Anzahl der eröffneten Verbraucherinsolvenzen deutlich zurück. Warum ist das so?

Es liegt nicht daran, dass es weniger Schuldner gibt: Vielmehr wurden ganze Branchen in die Knie gezwungen.

Die aktuelle Situation bringt also einen Verschiebe-Effekt mit sich: Diejenigen Verbraucher, die vor einer Verbraucherinsolvenz stehen, warten den 1. Oktober ab, also den Zeitpunkt, ab dem die Insolvenzzeit auf drei Jahre schrumpft.

Info: Mit Corona hat die Verkürzung der Insolvenzzeit nichts zu tun, denn die Bundesregierung musste schon im vergangenen Jahr 2019 eine europäische Richtlinie zum Insolvenzrecht in deutsches Recht umsetzen, das zufällig zur richtigen Zeit in Kraft tritt.

Sie können aufatmen: Die Neuregelung kommt zur rechten Zeit.

Als Verbraucher haben Sie ab jetzt die Möglichkeit ein deutlich verkürztes Verbraucherinsolvenzverfahren zu durchlaufen. Ihr Weg raus aus den Schulden wird deutlich attraktiver!

Auch Herr Berger kann nun endlich durchstarten und freut sich auf seinen Neustart: Er sagt selbst, dass er sich nun drei Jahre einschränken und die Zähne zusammenbeißen will. Im Anschluss wartet ein Leben ohne Schulden auf ihn.

 

* Der Name unseres Mandanten wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert

 

 

Gerade bei existenziellen Sorgen wie diesen brauchen Sie als Verbraucher einen Berater an Ihrer Seite und den kühlen Blick von außen, um alles, was auf Sie einstürmt, auch gut durchstehen zu können. Dafür sind wir da:

Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service:

Es wird unsere Aufgabe sein, Sie von der Beratung bis hin zur Umsetzung der besprochenen Strategie zu begleiten.

Dabei umfasst unser Leistungspaket neben den rechtlichen, auch die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Ganz gleich in welcher Rechtsform Sie Ihre Unternehmung betreiben: Unser zufriedener Mandantenstamm besteht aus Einzelunternehmern, Personengesellschaften bis hin zu Kapitalgesellschaften.
 
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