Info an die privaten Haushalte zu Corona: Staatliche Leistungen im Überblick

16.10.2020

LESEZEIT:

Millionen von Arbeitnehmern landeten 2020 wegen der Krise durch das SARS-CoV-2 in der Kurzarbeit. Dieses Instrument zur Rettung vor dem Jobverlust stellt die Existenz der Arbeitnehmer sicher. Außerdem erhalten die privaten Haushalte Unterstützung durch das Elterngeld.

Doch ein Ende der Krise ist noch nicht in Sicht, die Maßnahmen dagegen sind befristet.

Keine Panik!
Die Bundesregierung beschloss eine Verlängerung der Maßnahmen zugunsten der privaten Haushalte. Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuelle Lage, die Sie betrifft.

Neue Maßnahmen des Bundeskabinetts

Die Bevölkerung wird derzeit regelrecht überflutet von neuen Maßnahmen und Änderungen der bereits bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Gerade für den Laien ist die rechtliche Lage derzeit kaum überschaubar. Wir machen dem ein Ende.
Hier lesen Sie alle Fakten, die Sie betreffen!

1. KURZARBEITERGELD

Viele Unternehmen und Betriebe sehen derzeit keine andere Möglichkeit als ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken.

"Kurzarbeit ist sehr, sehr teuer, aber Massenarbeitslosigkeit wäre sehr viel teurer für unser Land.", so Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister.
Im April waren rund sechs Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit – Deutschland schreibt Rekordzahlen. Damit nimmt der Arbeitsausfall seither langsam wieder ab.

Profitieren auch Sie! Wir besprechen hier, ob Sie profitieren können.

WAS IST KURZARBEIT? Der Ausgangspunkt für Kurzarbeit sind besondere Krisenzeiten in denen Unternehmen stecken, wie jetzt durch das Coronavirus, in denen Unternehmen die Produktion und beziehungsweise oder Dienstleistungen herunterfahren beziehungsweise einstellen. Das bedeutet für Sie als Arbeitnehmer, dass Sie weniger arbeiten, als eigentlich in Ihrem Arbeitsvertrag festgelegt ist. Der Arbeitgeber kann in dieser Situation bei der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.

WAS IST KURZARBEITERGELD? Kurzarbeitergeld ist eine Leistung des Staates aus der Arbeitslosenversicherung. Das Kurzarbeitergeld gleicht den Verdienstausfall der Mitarbeiter teilweise aus. So können Arbeitsplätze erhalten bleiben, obwohl nach der aktuellen finanziellen Situation des Unternehmens Entlassungen notwendig wären.

BIS WANN GIBT ES KURZARBEITERGELD? Gute Nachrichten für Sie als Arbeitnehmer: Das Kabinett einigte sich auf die Verlängerung der Auszahlung von Kurzarbeitergeld. Konkret soll das Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate verlängert werden, jedoch maximal bis Ende 2021.

WELCHE BETRIEBE PROFITIEREN? Die Leistungen erhalten alle Betriebe, die mit der Kurzarbeit spätestens Ende 2020 beginnen. Damit ein Betrieb Kurzarbeit anmelden kann, müssen nun nur noch zehn Prozent (statt zuvor ein Drittel) der Beschäftigten von Entgeltausfall betroffen sein. Diese neue Regel gilt bis Ende März 2021.

WIE HOCH IST DAS KURZARBEITERGELD? Sie können sich über eine Erhöhung des Kurzarbeitergeld freuen: Das Kurzarbeitergeld wird von 67 Prozent auf 70 Prozent des Lohns erhöht. Für Berufstätige mit Kindern wird auf 77 Prozent erhöht. Diese Erhöhungen greifen ab dem vierten Monat Kurzarbeit. Ab dem siebten Monat erhalten Sie als Arbeitnehmer 80 beziehungsweise 87 Prozent. Von der Erhöhung profitieren alle Arbeitnehmer mit Eintritt in Kurzarbeit bis zum 31. März 2021.

WAS PASSIERT MIT DEN MINIJOBS, DIE ZUSÄTZLICH ZUM NORMALEN JOB AUFGENOMMEN WERDEN? Minijobs bis 450 Euro bleiben bis Ende 2021 für alle Beschäftigten generell anrechnungsfrei. Das Geld, das Sie hinzuverdienen, dürfen Sie bis zur Grenze, die Ihrem bisherigen vollen Entgelt vor der Krise entsprach, behalten. Die von den Arbeitgebern hierfür gezahlten Sozialversicherungsbeiträge für Kurzarbeiter werden bis zum 30. Juni 2021 vollständig erstattet. Nach Juni 2021 sollen die Beiträge bis Ende 2021 zur Hälfte erstattet werden. Es besteht jedoch eine Ausnahme: Immer dann, wenn der Arbeitnehmer während der Kurzarbeit weiterqualifiziert wird, kann die Erstattung auf 100 Prozent erhöht werden. Diese Regel gilt für Betriebe, die vor dem 1. Juli 2021 mit Kurzarbeit beginnen und gilt auch für Leiharbeitnehmer.

2. ELTERNGELD

WAS IST ELTERNGELD? Elterngeld ist eine Sozialleistung für alle Mütter oder Väter für die Dauer von bis zu 14 Monaten nach der Geburt des Kindes zur Sicherung der Familie und von Kindern.

WER ERHÄLT ELTERNGELD? Elterngeld bekommen Eltern, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht arbeiten oder vorerst nur wenig arbeiten. Der Staat unterstützt Familien in der Lage mit mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro im Monat. Die Leistung hängt vom Netto-Verdienst vor der Geburt des Kindes ab. Eingeführt wurde die Leistung 2007 und zwar u.a. wegen der niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland.

WIE LANGE ERHALTEN ELTERN ELTERNGELD? Das Elterngeld wird maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide Elternteile an der Betreuung beteiligen. Die Zahlungsdauer kann auch weiter gestreckt werden ( sogenanntes ElterngeldPlus). Dafür sind die monatlichen Zahlungen an die Eltern dann kleiner.
 
ELTERNGELDREFORM: WAS HAT SICH KONKRET VERÄNDERT?
Nach der Elterngeldreform gelten nun neue Grundsätze: Heute gibt es Teilzeitregeln, die die Möglichkeiten für Teilzeitarbeit während des Elterngeldbezugs ausweiten. Ferner sollen Spitzenverdiener (Einkommen beträgt mehr als 300.000 Euro statt bisher 500.000 Euro) künftig keinen Anspruch mehr auf Elterngeld haben, dafür werden Eltern von Frühchen stärker gefördert. Die Grenze für Alleinerziehende bleibt jedoch unverändert bei 250.000 Euro.
 
ELTERNGELD BEI TEILZEITSTELLEN? WAS HAT SICH VERÄNDERT? Geplant ist, dass Mütter oder Väter, die Elterngeld beziehen, aber wieder in Teilzeit zurück im Job sind, in Zukunft 32 Stunden statt wie bisher 30 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, ohne ihren Elterngeldanspruch zu verlieren. So wird für Eltern zum Beispiel eine Vier-Tage-Woche möglich. Zudem gibt es in Zukunft flexiblere Regelungen beim sogenannten Partnerschaftsbonus: Der Bonus stellt eine Zusatzleistung dar, wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten. Damit sollen mehr Väter dazu motiviert werden, sich an der Kinderbetreuung zu beteiligen.
 
WER BEKOMMT ZUSÄTZE? Für Kinder, die sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder noch früher geboren werden, bekommen Eltern künftig einen zusätzlichen Monat Elterngeld. Der sogenannte Frühchenmonat garantiert den Betroffenen in einer herausfordernden Situation weitere finanzielle Unterstützung. Diese Zusätze betreffen wohl rund 17.000 Kinder im Jahr.
 
AB WANN GELTEN DIE NEUEN REGELN ZUM ELTERNGELD?
Die Neuregelungen sollen im kommenden Jahr in Kraft treten, müssen aber von durch Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

 

Haben Sie noch Fragen? Gerade bei existenziellen Sorgen wie diesen brauchen Sie als Verbraucher einen Berater an Ihrer Seite und den kühlen Blick von außen, um alles, was auf Sie einstürmt, auch gut durchstehen zu können. Dafür sind wir da:

Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service:

Es wird unsere Aufgabe sein, Sie von der Beratung bis hin zur Umsetzung der besprochenen Strategie zu begleiten.

Dabei umfasst unser Leistungspaket neben den rechtlichen, auch die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Ganz gleich in welcher Rechtsform Sie Ihre Unternehmung betreiben: Unser zufriedener Mandantenstamm besteht aus Einzelunternehmern, Personengesellschaften bis hin zu Kapitalgesellschaften.
 
Profitieren Sie von unserer ganzheitlichen Beratungsphilosophie: Wir bringen Sie an Ihr Ziel als Ihr persönlicher
Mutmacher
Problemlöser
Querdenker
Erfolgstrainer
Überlebenstrainer und
Kapitalbeschaffer.
 
 
Wollen Sie alle relevantes Details noch einmal nachhören? Wir bieten Ihnen zu diesem brennenden Thema ein Video an, das auf Ihre Fragen eingeht.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt. Für hilfreiche Videos zu anderen Fragestellungen klicken Sie hier.

Zurück

Datenschutzeinstellungen

Unsere Website verwendet Cookies, um dem Betrieb sowie die Sicherheit unserer Website sicherzustellen. Weiter werden Cookies genutzt um Inhalte zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Weitere Details zu den eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung | Impressum

Standard

Tools, die wesentliche Services und Funktionen ermöglichen, einschließlich Identitätsprüfung, Servicekontinuität und Standortsicherheit. Diese Option kann nicht abgelehnt werden.

Analytik

Tools, die anonyme Daten über Website-Nutzung und -Funktionalität sammeln. Wir nutzen die Erkenntnisse, um unsere Produkte, Dienstleistungen und das Benutzererlebnis zu verbessern.