Vorsicht vor der Selbstausbeutung

05.12.2020

LESEZEIT:

Glauben Sie an Märchen? Sicher nicht. Lassen Sie sich auch zur ihrer Selbstständigkeit keinen Bären aufbinden, denn gerade zum Thema der Selbstständigkeit gibt es viele Märchen.

Sehr verbreitet ist der Irrglaube, dass man für seine Kunden alles machen soll.

 



Fakt ist, dass immer mehr Selbstständige an ihrer eigenen Erschöpfung scheitern.

Doch warum ist das so?

 

Viele Selbständige setzen sich das Ziel, ihren Kunden absolut gerecht werden und ihnen jeden Wunsch von den Lippen ablesen zu wollen. Damit versklaven sie sich selbst. Das führt dann dazu, dass sich Ärger und Frust anstauen bis es irgendwann kritisch wird.

 

So war es auch bei Michael, einem Fahrradhändler um die Ecke, der sich vor drei Jahren selbstständig gemacht hat. Heute brodelt er vor Wut. Es ist Mittwoch. Donnerstag ist Feiertag.

Michael erzählt:

„Am Freitag gönne ich mir einen Tag Urlaub. Da hat mein Laden dann auch mal zu. Dann habe ich ein verlängertes Wochenende. Sie glauben nicht, wie die Reaktionen der Kunden darauf waren. Alle sind sauer. Weil ich dann für einen Tag nicht für sie da sein werde.“


Michael ist ein motivierter Jungunternehmer, der mit einem KfW-Darlehen sein Geschäft aufgebaut hat. Sein Laden bedeutet ihm alles. Seine Reparaturen sind schnell und gut und vor allem für einen fairen Preis zu haben. So konnte er sich gegen die alteingesessenen Fahrradgeschäfte durchsetzen.

Für seine Kunden gibt er immer Vollgas.

Deswegen treffen ihn die Reaktionen auch so sehr.


Er sagt:

„In mir staut sich der Ärger. Ich habe drei kleine Kinder. Trotzdem stehe ich jeden Samstag im Geschäft. Oft auch sonntags, während andere Väter mit ihren Kindern Radtouren am Rhein machen, widme ich mich den Fahrrädern.“

 

„Warum gönne es mir die Kunden nicht, auch mal frei zu machen? Warum gönnen mir die Kunden das nicht? Am schlimmsten finde ich auch, dass das die Leute sind, die bei ihrer Arbeit keine Minute zu lang machen.“


Was denken Sie? Ärgert sich Michael zu Recht?

 

Ihre eigene Einstellung kontrollieren nur Sie



Ja, Michael hat Recht. Viele Kunden sind einfach unverschämt. Sie nehmen dem Selbständigen die Begeisterung.

Aber der ganze Ärger und Frust hilft nichts. Das Problem sind nicht die Kunden.

Das Problem ist die eigene Einstellung.

Als Selbständige sind wir alle Unternehmer. Wir dürfen unsere eigenen Chefs sein. Das ist ein großes Glück. Aber auch eine große Verantwortung.

Wir dürfen uns nicht selbst zum Sklaven der Kunden machen. Wir müssen auf uns selbst achten.

Ein paar Kunden bescheren sich? Na und? Dann ist das dann so.

Wer immer 100 Prozent gibt, bricht irgendwann zusammen. Vergessen Sie Sprüche wie, Selbstständigkeit bedeute „selbst“ und „ständig“.

Das ist Schwachsinn.

Wir müssen unsere Arbeit so organisieren, dass wir sie auch bewältigen können.

Dazu gehört vor allem auch, unseren Kunden Grenzen aufzuzeigen. Sachlich und klar.

Sonst laufen wir Gefahr, dass wir irgendwann verbittern, dass wir unsere Kunden hassen. Das müssen wir verhindern!

Wir starten als Unternehmer durch. Aber nicht zu jedem Preis: Wir gönnen uns Auszeit!

Nur so sind wir erfolgreich.

 

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