Antrag auf Insolvenzgeld: diese Unterlagen brauchen Sie

13.02.2020

LESEZEIT:

Für wie viele Monate zahlt die Agentur für Arbeit Insolvenzgeld?

Die Agentur für Arbeit zahlt das Insolvenzgeld nicht automatisch. Liegt eine Insolvenz des Arbeitgebers (Insolvenz Arbeitgeber) vor, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Dieser Antrag auf Insolvenzgeld sollte mit einer Frist von zwei Monaten nach Eintritt der Insolvenz schriftlich eingereicht werden. Kommt es zu einer Verzögerung und Sie können diese Frist nicht einhalten, benötigen Sie eine ausführliche Begründung und müssen Stellung nehmen. Hier spielt eine Rolle, wann Sie von dem Insolvenzereignis erfahren haben. Andernfalls bleibt Ihnen das Recht auf Insolvenzgeld verwehrt.

Diese Unterlagen sind erforderlich

Der schriftliche Antrag reicht alleine nicht aus. Damit der Antrag auf bearbeitet wird, benötigt die Agentur für Arbeit weitere Unterlagen. Dazu gehört beispielsweise die Insolvenzgeldbescheinigung. Diese Bescheinigung erhalten Sie vom Arbeitgeber oder zum zuständigen Insolvenzverwalter. Enthalten ist die Höhe des Arbeitsentgelts für den jeweiligen Arbeitnehmer für die letzten drei Monate. Zeitpunkt ist die Verfahrenseröffnung des Insolvenzverfahrens. Falls Sie bereits eine Kündigung erhalten haben, müssen Sie das Kündigungsschreiben vorlegen. Außerdem sind die letzten drei Lohnabrechnungen mit einzureichen. Sollten diese noch nicht vorliegen, wenden Sie sich bitte an den Arbeitgeber beziehungsweise an die Personalabteilung im Unternehmen. Auch weitere Unterlagen können von der Arbeitsagentur angefordert werden. Dazu gehören beispielsweise Klageschriften oder Urteile aus Verfahren des Arbeitsgerichtes. Zusammenfassend sollten Sie also folgende Unterlagen parat haben:

  • Antrag auf Insolvenzgeld
  • Insolvenzgeldbescheinigung
  • Kündigungsschreiben
  • Lohnabrechnungen (3 Monate)
  • Klageschriften / Urteile

 

Wird der Antrag bewilligt, gehen die Lohnansprüche auf die Bundesagentur für Arbeit über. Sie erhalten also das Insolvenzgeld von dieser Stelle, statt von Ihrem Arbeitgeber. Gleichzeitig wird die Bundesagentur das Insolvenzverfahren weiter verfolgen.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt. Für hilfreiche Videos zu anderen Fragestellungen klicken Sie hier.

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