Hat mein Geschäftspartner Insolvenzprobleme?

03.09.2020

LESEZEIT:

Auf Grund steigender Privat- und Unternehmensinsolvenzen können Ihre neuen Geschäftsbeziehungen zu einem schwer kalkulierbaren Risiko für Ihr Unternehmen werden.

 

Wir wissen, dass der Unternehmer, der sich über die Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern informieren will, viel Mühe aufbringen muss: Die Suche nach Antworten bzgl. der wirtschaftlichen Lage oder über den aktuellen Stand eines etwaigen Insolvenzverfahrens eines Geschäftspartners ist nicht so einfach.
Diese Fakten stehen einem Unternehmen schließlich nicht auf die Stirn geschrieben, die betroffenen Unternehmen versuchen vielmehr, so viel wie möglich davon unter den Tisch zu kehren.

Wenn ein Lieferant oder Kunde Ihres Unternehmens etwa einen Insolvenzantrag gestellt hat, ist das durchaus auch für Sie und Ihr Unternehmen relevant: Unternehmen sollten schnell reagieren können, um so die Gefahr eines Produktionsausfalls oder Schäden durch einen Forderungsausfall stark zu reduzieren.


Sie suchen sicherlich, nach einer Lösung, wie Sie Ihre bzw. die Risiken Ihres Unternehmens reduzieren können. Gute Nachrichten: Es gibt Indizien, die Ihnen helfen: Wir zeigen Sie Ihnen hier auf.

 

1. Verfahrensbeobachtung bei neuen Geschäftspartnern

In Deutschland können alle Verfahren in Echtzeit verfolgt werden

Als gewissenhafter Unternehmer bleiben Sie in Bezug auf Insolvenzverfahren jederzeit auf dem Laufenden, wenn Sie die Insolvenzbekanntmachungen einsehen.

Die bundesdeutschen Insolvenzgerichte haben sich im Internet zusammengeschlossen und eine Webseite für diese öffentliche Bekanntmachung online gestellt. Sämtliche Verfahren sind auf der Plattform www.insolvenzbekanntmachungen.de auch von Außenstehenden einzusehen. Diese Art der Veröffentlichung ist laut Insolvenzordnung vorzunehmen und geschieht immer dann, wenn ein Schuldner den Antrag auf Verfahrenseröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht eingereicht hat. In diesem Sinne spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Verbraucherinsolvenzverfahren oder Regelinsolvenzverfahren handelt.

Dort können Sie gezielt nach einzelnen Schuldnern suchen.

 

 

2. Anzeichen bei langjährigen Geschäftspartnern erkennen

Ein weiterer und für Sie und Ihr Unternehmen wichtiger Punkt ist die Überprüfung der Kreditwürdigkeit langjähriger Geschäftspartner, um Frühwarnzeichen erkennen zu können. Diese Zeichen können etwa die Verschlechterung der Bonität oder Zahlungsverzögerungen sein, denn auch die Liquidität der langjährigen Geschäftspartner kann sich im Laufe der Zeit verändern, auch wenn die bisherigen Erfahrungen immer positiv waren.

 

Wenn sich Ihnen Anzeichen wie unvollständige Zahlungen oder Lieferungen von Waren oder einem ausweichenden Verhalten in der Geschäftskorrespondenz zu Ihren langjährigen Geschäftspartnern, die so noch die da war, ergeben, sollten Sie aufpassen.

 

Ignorieren Sie diese Anzeichen nicht. Fragen Sie nach und lassen Sie sich darüber aufklären, wie es um die Lage Ihrer Geschäftspartner steht.

Beachten Sie: Auch wenn es sich nur um ein Missverständnis handeln sollte und Ihr Geschäftspartner gar nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt, haben Sie nichts zu verlieren: Denn in diesem Falle, zeigen Sie nur, dass Sie Ihre Pflichten als Unternehmer wahrnehmen und alle Veränderungen im Blick haben.

 

3. Einsatz von Sicherungsmitteln: Vorsorge statt Nachsorge

 

Abgesehen von der Auswahl des richtigen Vertragspartners gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich vor der Zahlungsunfähigkeit Ihrer Geschäftspartner und damit vor einem Forderungsausfall zu schützen:

  • Vereinbarung einer Vorauszahlung oder Ratenzahlung

    Sie sichern sich und Ihr Unternehmen insbesondere dadurch, dass Sie sich in Verträgen rechtlich absichern. Hierzu können Sie etwa Vorauszahlungen verlangen oder besondere Ratenzahlungen vereinbaren.


  • Sicherung durch (Fremd-)Garantie oder Bürgschaft

    Darüber hinaus können Sie Ihre Leistungen an Geschäftspartner auch von Sicherheiten abhängig machen. Sie können durchaus verlangen, dass diese Ihnen Sicherheiten leisten: Hierzu kommen Garantien oder die Bürgschaft in Frage.


  • Dingliche Sicherung (Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung bzw. Sicherungsabtretung, Eigentumsvorbehalt)

    Darüber hinaus können Sie Ihre Ansprüche auch dinglich sichern: Greifen Sie auf Grundpfandrechte wie Hypotheken oder Grundschulden zurück. Daneben bestehen auch weitere Gestaltungsmöglichkeiten wie die Sicherungsübereignung, Sicherungsabtretung oder der Eigentumsvorbehalt, die Ihre Forderungen sichern.

4. Den richtigen Berater an der Seite haben

All diese Situationen sind dadurch gekennzeichnet, dass Sie Risiken bergen.

Wer unternehmerisch tätig wird, nimmt Risiken durchaus gerne in Kauf. Jeder Unternehmer ist bis zu einem gewissen Punkt auch durchaus in der Lage, diese im Griff zu haben.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, bei schwer kalkulierbaren Risiken für Ihr Unternehmen professionellen Rechtsrat hinzuzuziehen.

Gerade im Umgang mit neuen Risiken brauchen Sie und Ihr Unternehmen die richtige Expertise, das tragfähige Kontaktnetzwerk und den kühlen Blick von außen, um alles, was auf Sie einstürmt, auch gut durchstehen zu können. Dafür sind wir da:

Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service:

Es wird unsere Aufgabe sein, Sie von der Beratung bis hin zur Umsetzung der besprochenen Strategie zu begleiten.

Dabei umfasst unser Leistungspaket neben den rechtlichen, auch die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Ganz gleich in welcher Rechtsform Sie Ihre Unternehmung betreiben: Unser zufriedener Mandantenstamm besteht aus Einzelunternehmern, Personengesellschaften bis hin zu Kapitalgesellschaften.
 
Profitieren Sie von unserer ganzheitlichen Beratungsphilosophie: Wir bringen Sie an Ihr Ziel als Ihr persönlicher
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