Insolvenz anmelden: welches Verfahren? Eine Abgrenzung der Verbraucherinsolvenz zur Regelinsolvenz

03.03.2020

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Insolvenz anmelden: welches Verfahren? In finanzieller Notlage oder bei Überschuldung hilft oft nur ein Schritt: Insolvenz anmelden. In Deutschland dürfen sich Verbraucher und Unternehmer mit dem Insolvenzverfahren entschulden. Zunächst muss jedoch überlegt werden, ob Sie die Insolvenz als Privatperson oder als Selbstständiger, d.h. welches Verfahren Sie anmelden. Um die Frage nach dem Insolvenzverfahren zu klären, muss man sich die verschiedenen Möglichkeiten genauer vor Augen führen. Hier gibt es ein Verfahren zur Verbraucherinsolvenz und zur Regelinsolvenz. Nicht jeder darf beide Varianten gleichermaßen anmelden. Das Verbraucherinsolvenzverfahren wird auch als vereinfachtes Verfahren bezeichnet. Es ist ausschließlich für Privatpersonen vorgesehen und darf nicht von Vereinen oder Unternehmen angemeldet werden. Ausnahmen gelten hier lediglich für ehemalige Selbstständige oder Freiberufler. Um das Verbraucherinsolvenzverfahren nutzen zu können, müssen die Vermögensverhältnisse überschaubar sein und nachgewiesen werden. Somit dürfen bei der Antragstellung zur Verbraucherinsolvenz nicht mehr als 19 Insolvenzgläubiger vorhanden sein. Ebenso wenig dürfen Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Das betrifft ausstehende Lohnzahlungen oder Verbindlichkeiten der Sozialversicherungsträger. Eine weitere Voraussetzung für dieses Verfahren ist eine außergerichtliche Einigung. Ist der Versuch gescheitert, darf der Antrag mit dem Nachweis eingereicht werden.

Insolvenz anmelden: welches Verfahren? Regelinsolvenz für Unternehmer

Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eines Unternehmens darf eine Regelinsolvenz angemeldet werden. Eine drohende Zahlungsunfähigkeit ist Eröffnungsgrund, wenn der Unternehmer den Antrag zur Insolvenz selbst stellt. Die Regelinsolvenz kann nur von Unternehmen, ehemals Selbstständigen oder juristischen Personen beantragt werden. Ehemals Selbstständige betrifft diese Regelung nur, wenn unüberschaubare Verhältnisse von mehr als 20 Gläubigern vorliegen. Auch Gläubiger dürfen für ein Unternehmen Antrag auf Regelinsolvenz stellen. Eine andere Möglichkeit für Unternehmer bleibt das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung mit dem Hinblick auf eine schnelle Sanierung.  

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