Insolvenz: der erste Schritt zur Schuldenfreiheit?

17.06.2019

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Schuldenfreiheit: Zahlungsunfähigkeit bringt Private und Freiberufler in eine zunächst ausweglose Situation. Der Weg in die Schuldenfreiheit führt jedoch nicht immer über eine Insolvenz. Die ersten Schritte beginnen deutlich vor dem Insolvenzverfahren und versuchen, die Verbraucherinsolvenz zu vermeiden. Wichtiger in dieser Situation: Verschaffen Sie sich einen Überblick. Wir helfen Ihnen gern weiter und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam einen optimalen Plan in ein Leben ohne Schulden.

Außergerichtliche Einigung

Wir beginnen die Schuldenbefreiung grundsätzlich mit einer kompletten Forderungsliste. Tragen Sie sämtliche Unterlagen zusammen und lernen Sie die Gläubiger kennen. Nur so ist der direkte Kontakt möglich, um weitere Verfahrenskosten zu minimieren. Ein Schuldenbereinigungsplan soll einen gewissen Prozentsatz der offenen Forderungen deckeln und ist mit allen Gläubigern gleichermaßen zu schließen. In diesem Sinne ist Vollständigkeit gefragt. Vergessen Sie einen Gläubiger oder unterschlagen Sie Forderungen, so könnte die außergerichtliche Einigung in die Schieflage geraten. Nachdem alle Gläubiger geordnet sind, folgt das erste Anschreiben. Kostenfrei sind die Gläubiger dazu verpflichtet, eine aktuelle Forderungsaufstellung zu übersenden. Diese Arbeit nimmt einen zeitlichen Rahmen von etwa zwei bis drei Wochen in Anspruch. Erst mit den aktuellen Zahlen kann ein Regulierungsplan erstellt werden. Im Plan berücksichtigt sind mögliche Spareinlagen und das regelmäßige Einkommen der Schuldner. Es wird aufgezeigt, in welcher Zeit die Verbindlichkeiten zurückgeführt werden sollen, beispielsweise im Laufe von 72 Monaten mit einer festen Rate. Gläubiger mit besonders hoher Forderung erhalten durch die prozentuale Aufteilung auch einen größeren Betrag des Einkommens.

Wann scheitert die außergerichtliche Einigung?

Stimmen alle Gläubiger dem Schuldenbereinigungsplan zu, kann das Verfahren fast für beendet erklärt werden. Sobald Sie sich als Schuldner an diesen Plan halten und regelmäßig zahlen, sind Sie nach Ablauf der Zeit schuldenfrei. Stimmt ein Gläubiger dem Plan nicht zu, gilt der Versuch der außergerichtlichen Einigung als gescheitert. Einen direkten Weg in das gerichtliche Insolvenzverfahren gibt es nicht. Der außergerichtliche Versuch muss zwingend angestrebt werden, bevor ein Insolvenzverfahren startet. Für das Scheitern erhalten Sie eine Bescheinigung, dass ein solcher Versuch stattgefunden hat. Wir unterstützen Sie sowohl bei der außergerichtlichen Einigung als auch beim Schritt in das Insolvenzverfahren. Arbeiten Sie Ihre Gläubiger auf und treten Sie mit Ihnen in Kontakt.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt. Für hilfreiche Videos zu anderen Fragestellungen klicken Sie hier.

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