Staat züchtet Zombieunternehmen - Was bedeutet das?

23.09.2020

LESEZEIT:

Derzeit werden Stimmen laut, die befürchten, dass der Staat mit seinen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu tief in die Wirtschaft eingreift und Zombie-Unternehmen züchtet.

In diesem Beitrag lesen Sie, was damit gemeint ist und wie Sie verhindern, dass Ihr Unternehmen Teil des Problems wird.

 

1. Welche Risiken bestehen derzeit?

Wovon ist die Sprache, wenn derzeit alle vor der Entstehung von sogenannten Zombie-Unternehmen warnen?

Seit einigen Monaten setzt die Bundesregierung zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie die Insolvenzantragspflicht aus.

Das bedeutet, dass die Unternehmen, die zahlungsunfähig oder gar überschuldet sind, keinen Antrag auf Insolvenz stellen müssen.

Dies führt dazu, dass am Markt weiterhin Unternehmen agieren, die ohne den Verzicht der Antragstellung dazu gar nicht mehr in der Lage wären. In dieser Wohlstandsillusion läuft die deutsche Wirtschaft Gefahr, dass die Produktivität der Unternehmen nachhaltig an dieser Situation leiden wird.

 

Sie wollen verhindern, dass Ihr Unternehmen zum Zombie wird?

Wir geben Ihnen die zentralen Ratschläge an die Hand, die verhindern, dass Ihr Unternehmen zu einer durch den Staat getragenen instabilen leeren Hülle wird, die untot durch die deutsche Volkswirtschaft spukt.

 

 

2. Neues Sanierungsrecht ab dem 01.01.2021

Unternehmen in der Krise stehen grundsätzlich zwei Wege zur Verfügung, wie sie den Schuldenturm beseitigen: Die Unternehmen können den gerichtlichen und den außergerichtlichen Weg gehen. Je nach dem durchlaufen diese Unternehmen ein Insolvenzverfahren, wenn sie den Schuldenturm mit gerichtlicher Hilfe beseitigen wollen.

Das gerichtliche Insolvenzverfahren hat seine Schwächen: Ein öffentliches Verfahren trägt nicht gerade zu einem besseren Image des Unternehmens bei. Bislang war auch der außergerichtliche Weg ohne Insolvenzverfahren für die Unternehmen in der Krise eher schwierig, da die Gläubigermehrheit die Restrukturierungsbemühungen aus egoistischen Motiven regelmäßig scheitern lässt. Denn die außergerichtliche Schuldenbereinigung funktioniert, wissen Sie wissen, nur mit Zustimmung aller Gläubiger.

 

Das neue Gesetz zur Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie füllt die Lücke, die entsteht, wenn beide Optionen nicht optimal passen.

Die etablierten Instrumente des Insolvenzverfahrens sollen nun auch außergerichtlich angewandt werden.

 

Gläubigermehrheiten können nun Restrukturierungsplan bestimmen

Der Restrukturierungsplan bietet nahezu dieselben Möglichkeiten wie ein Insolvenzplan im Insolvenzverfahren. Inhaltlich sind im Restrukturierungsplan verschiedenste Regelungen denkbar: Zum Beispiel: Forderungsverzichte, Stundungen, Anpassung von Bedingungen, Debt-to-Equity-Swaps, Kapitalerhöhungen oder auch ein Kapitalschnitt unter Ausgabe neuer Anteile an einen Investor.

Diesen Plan, der alle bindet, können nun auch Gläubigermehrheiten beschließen, statt dass es wie bisher auf die Zustimmung aller Gläubiger ankommt. Damit setzte der Gesetzgeber einen sehr begrüßenswerten Vorschlag um. Subjektive egoistische Motive Einzelner hindern nun nicht mehr die außergerichtlichen Pläne des Schuldnerunternehmens. Statt dessen lassen die Änderungen auf frühzeitigere und erfolgversprechendere Verhandlungsgespräche hoffen. Damit wird Ihnen eine Hürde mehr genommen, die Ihrer Sanierung im Weg stehen könnte.

 

Achtung: Risikofrüherkennung ausgeweitet

Das neue Gesetz verlangt von Ihnen aber auch mehr Pflichten bei der Risikofrüherkennung ab. Ab jetzt müssen Sie zur fortlaufenden Risikofrüherkennung und zum frühzeitigen Krisenmanagement dauerhaft Prognosen über Ihre wirtschaftliche Situation treffen. Wenn Sie in wirtschaftliche Schieflage geraten, müssen Sie nun über einen längeren Zeitraum hinweg vor Ausbruch dieser Situation für Nachlässigkeiten einstehen.

Sie sichern sich ab, wenn Sie Anzeichen wahrnehmen, indem Sie sofort reagieren und sich professionelle Hilfe an Ihre Seite holen.

 

3. Wie Sie die Zeit optimal nutzen

 

Wer die gewonnene Zeit nicht nutzt und einfach verstreichen lässt, wird nach dem Ende der Schonzeit nichts profitiert haben.

Das bedeutet, dass die Unternehmen, die schon zu Beginn der Krise zahlungsunfähig waren, es auch nach dem Ende der Schonzeit sein werden und dann schließlich nicht um den Insolvenzantrag herumkommen.

Der kluge Unternehmer erkennt jedoch die Gunst der Situation: Wer jetzt alles daran setzt, sein Unternehmen wieder in Gange zu bringen, kann die aktuelle Situation als Geschenk des Himmels ansehen und von der Lage profitieren.

 

Änderung des Geschäftsmodells

 

Das passende Geschäftsmodell ist die Grundlage erfolgreichen Handelns. Deshalb sollten Sie die Wahl Ihres Geschäftsmodells ernst nehmen. Es verhindert auch nicht selten den Marktaustritt: Nur mit dem richtigen Geschäftsmodell an Ihrer Seite vermeiden Sie, dass ungeplante Schicksalsschläge Ihr Unternehmen ruinieren.

Kennen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Geschäftsmodelle? Mit der richtigen Wahl eines Modells kann Ihr Unternehmen wieder durchstarten!

Hier lesen Sie alle wissenswerten Details darüber nach, wie Sie das für Ihr Unternehmen passende Geschäftsmodell finden.

 

Restrukturierung zur Effizienzsteigerung

 

Haben Sie Ihr Geschäftsmodell angepasst, heißt es, die Ziele auch in Taten umzusetzen. Dies geschieht durch eine grundsätzliche Restrukturierung Ihres Unternehmens.

Durch gezieltes Turnaround-Management bringen Sie Ihr Unternehmen wieder auf die richtige Bahn:

Wer einen Unternehmen zum Turnaround führt, bringt es wieder auf Erfolgspur, indem er dafür sorgt, dass die Gewinnzone erreicht wird, der Buchhalter also wieder schwarze Zahlen schreiben kann, die betriebswirtschaftliche Ertragskraft wieder hergestellt wird und der Unternehmenswert gesteigert wird.

Dieses Thema besprechen wir in einem anderen Beitrag genauer für Sie.

 

Digitalisierung

 

Zu guter Letzt wollen wir noch einen Akzent auf eines der brennendsten Themen dieser Tage setzen: Die Digitalisierung.

Wer glaubt, sein bis dato erfolgreiches Unternehmen weiterführen zu können, ohne es an die aktuellen Gegebenheiten anpassen zu müssen, irrt sich.

In der vernetzten globalisierten Welt kann langfristiger Erfolg nicht erzielt werden, ohne dass die Unternehmen an die Zeichen der Zeit angepasst werden.

Effektive interne Betriebsstrukturen ebenso wie reibungsloses externes Handeln erfordert neue Methoden. Zwar ist der Einstieg in eine digitale Strukturierung vielleicht kein Katzensprung, sind die Systeme aber erst einmal ins Rollen gebracht, arbeitet die digitale Strukturierung Ihres Unternehmens fast wie alleine für Sie.

Digitalisierung muss an jedes Unternehmen je nach Bedürfnissen angepasst werden: Eine abstrakte theoretische Empfehlung lässt sich hierbei nicht aussprechen. Nehmen Sie sich einen Profi an Ihre Seite und wagen Sie mit Ihrem Unternehmen einen Schritt in die Innovation.

 

Gerade im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Situation brauchen Sie und Ihr Unternehmen die richtige Expertise, das tragfähige Kontaktnetzwerk und den kühlen Blick von außen, um alles, was auf Sie einstürmt, auch gut durchstehen zu können. Dafür sind wir da:

Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service:

Es wird unsere Aufgabe sein, Sie von der Beratung bis hin zur Umsetzung der besprochenen Strategie zu begleiten.

Dabei umfasst unser Leistungspaket neben den rechtlichen, auch die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Ganz gleich in welcher Rechtsform Sie Ihre Unternehmung betreiben: Unser zufriedener Mandantenstamm besteht aus Einzelunternehmern, Personengesellschaften bis hin zu Kapitalgesellschaften.
 
Profitieren Sie von unserer ganzheitlichen Beratungsphilosophie: Wir bringen Sie an Ihr Ziel als Ihr persönlicher
Mutmacher
Problemlöser
Querdenker
Erfolgstrainer
Überlebenstrainer und
Kapitalbeschaffer.
 
 
Wollen Sie alle relevantes Details noch einmal nachhören? Wir bieten Ihnen zu diesem brennenden Thema ein Video an, das auf Ihre Fragen eingeht.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt. Für hilfreiche Videos zu anderen Fragestellungen klicken Sie hier.

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