Tipps für Gründer gegen finanzielles Chaos

20.12.2020

LESEZEIT:

An alle UnternehmerInnen und GründerInnnen: Leiden Sie wie viele Selbstständige auch an finanziellem Chaos?

Wer kennt es nicht? Das Geschäft läuft eigentlich ganz gut, trotzdem hat man ständig Geldsorgen. Mal hat man Geld im Überfluss, während man dann wieder knapp bei Kasse ist. Das zerrt an Ihren Nerven?

Wir erklären, wie Sie dieses Chaos beenden: Hier entwirren wir Ihr finanzielles Chaos in nur fünf Schritten: Rettung naht!



Die 5 Schritte für eilige Leser:

  1. Machen Sie eine finanzielle Inventur
  2. Trennen Sie zwischen privatem Konto und Geschäftskonto
  3. Privatentnahmen einrichten
  4. Steuerkonto einrichten
  5. Monatsabschluss


Wir beginnen diesen Beitrag zu Ihrer Rettung mit der Geschichte von Thomas, der selbst mit Geldsorgen zu kämpfen hat.

Der Webdesigner Thomas war mit seiner Familie im lange ersehnten Urlaub. Er hat nun also zwei Wochen nicht gearbeitet, das heißt kein Geld verdient – aber gleichzeitig Geld ausgegeben.

Zum Beispiel, gönnte Thomas sich schicke Schuhe. Ein Spontankauf.

Zuhause angekommen fällt Thomas das undichte Dach auf „Oh nein, die nächste Reparatur“, denkt er sich.

Am nächsten Tag im Büro liegt da ein Brief vom Finanzamt. Steuernachzahlung!

Nach einem Blick auf sein Konto fragt Thomas sich, wie viel Geld er eigentlich zur Verfügung hat. Er stellt sich die Frage, wie es für Ihn und seine Selbständigkeit weitergeht.


Unsere langjährige Erfahrung zeigt uns: So läuft es bei fast allen Selbständigen!

In der Selbständigkeit treten ständig folgende Zusatzkosten auf:

  • Sonderausgaben (Urlaub)
  • Unvorhersehbare Kosten (kaputter Fernseher, Auto)
  • Kosten, die nicht eingeplant wurden (Steuernachzahlung)


Wollen Sie wissen, wie Sie all das in den Griff bekommen? Wir geben Ihnen fünf Tipps an die Hand, die Ihnen helfen, dass Ihr „Geld-Stress“ endet.



Tipp 1: Inventur



1. Sie brauchen eine finanzielle Inventur, in der Sie all Ihre Ausgaben und Kosten geordnet festhalten. Diese legen Sie am besten in Form einer Excel-Tabelle an. Listen Sie dort alle betrieblichen Ausgaben für das ganze Jahr auf: Büro, Telefon, Internet, Mitgliedsbeiträge, Strom, Reisekosten, aber auch Rücklagen für die Steuer.

2. Das Gleiche tun Sie mit allen betrieblichen Einnahmen. In die Inventur gehren Ihre Kunden und Ihre Produkte. Tragen Sie konkret ein, wie viel Geld Sie damit voraussichtlich verdienen. Dabei ist klar, dass Sie nicht hellsehen können, Sie wissen nie, wie das Jahr laufen wird. Aber oft ist der Verlauf der nächsten Monate schon grob klar. Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie mit den Vorjahreszahlen kalkulieren.

3. nach dem selben Prinzip verfahren Sie mit Ihren Privatausgaben. Erstellen Sie hierfür eine dritte Tabelle für das ganze Jahr mit Posten wie Miete, Urlaube und Sonderausgaben.


Tipp 2: Berufliches und Privates trennen


Trennen Sie nach der finanziellen Inventur auch organisatorisch zwischen beruflichen und privaten Zahlungen, das gilt für Einnahmen wie Ausgaben. Legen Sie zwei Konten an: Ein Geschäftskonto und ein privates Girokonto.

Alle geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben laufen fortan über das Geschäftskonto und die privaten Ausgaben über das private Konto.

Wollen Sie neue Schuhe kaufen – kein Problem. Nur müssen Sie dafür das Geld von Ihrem privaten Konto nehmen.


Tipp 3: Privatentnahme



Über das Geschäftskonto laufen alle betrieblichen Einnahmen und betrieblichen Ausgaben. Hinzu kommt eine monatliche Privatentnahme als Dauerauftrag auf ihr privates Girokonto.

Jetzt haben Sie sich eine Sperre eingebaut. Auch wenn ein Monat mal richtig gut im Betrieb läuft, geben Sie das Geld nicht sofort für private Zwecke aus.

Denn alle Privatausgaben sollten durch die monatliche Privatentnahme gedeckt sein. Durch die Inventur wissen Sie, wie viel Sie brauchen.



Tipp 4: Konto für die Steuern einrichten

 

Legen Sie ein weiteres Konto für Ihre Steuerzahlungen als Unterkonto vom Geschäftskonto an. Dorthin überweisen Sie jeden Monat eine Rücklage für die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer, damit das Geld jeden Monat nicht mehr auf Ihrem allgemeinen Geschäftskonto liegt und für die Steuern reserviert und gesichtert ist.

Dieses „Steuerkonto“ ist von nun an nicht mehr ihr Konto! Das Geld gehört jetzt dem Staat. Verabschieden Sie sich also von diesen Geld.

Holen Sie sich rechtlichen Rat bezüglich der Höhe ein. Dann wissen Sie, wie viel Sie voraussichtlich zahlen müssen und welchen Betrag Sie anteilig jeden Monat zurücklegen müssen.



Tipp 5: Monatsabschluss



Wir wissen, dass Sie sich selbständig gemacht haben, um mit dem operativen Geschäft durchzustarten und nicht um sich der Buchhaltung zu widmen. Viele Existenzgründer schieben es regalmäßig vor sich her, eine Übersicht zu erstellen. So wird das nichts. Richten Sie sich einen feste Termine für den Monatsabschluss ein.

Nehmen Sie sich am 30. oder 31. des Monats mehrere Stunden Zeit genau dafür. Tragen Sie alle Zahlen in eine Excel-Tabelle ein. So stellen Sie Ihren Finanzplan her, nur so können Sie dran bleiben.



Fazit



Diese fünf Prinzipien sorgen selbstverständlich nicht alleine dafür, dass die Probleme sich in Luft auflösen, aber sie können helfen, den Überblick über Ihre Lage zu wahren.

Und eines garantieren wir Ihnen: Mit dieser Vorbereitung bekommen Sie keine Schweißausbrüche mehr, wenn die nächste Sonderausgabe ansteht.

Sorgen Sie sich um Ihre Finanzen? Setzen Sie bei allen professionellen Fragen auf einen seriösen Berater an Ihrer Seite und seinen kühlen Blick von außen, um alles, was auf Sie einstürmt, auch gut durchstehen zu können. Dafür sind wir da:

Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service:

Es wird unsere Aufgabe sein, Sie von der Beratung bis hin zur Umsetzung der besprochenen Strategie zu begleiten.

Dabei umfasst unser Leistungspaket neben den rechtlichen, auch die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Ganz gleich in welcher Rechtsform Sie Ihre Unternehmung betreiben: Unser zufriedener Mandantenstamm besteht aus Einzelunternehmern, Personengesellschaften bis hin zu Kapitalgesellschaften.
 
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