Verdeckte Sacheinlage – Eine Definition für Sie

13.02.2020

LESEZEIT:

 

Verdeckte Sacheinlage: Grundvoraussetzung für die Gründung einer GmbH ist ein Stammkapital, das in Form von Bar- oder Sacheinlagen aufgebracht wird. Da die Vorschriften für die Einbringung von Geldanlagen strenger sind als bei Bareinlagen, greifen manche Gründer auf eine verdeckte Sacheinlage zurück. Hier wird zwar eine Bareinlage vereinbart, später aber zu einer Sacheinlage gewechselt.

Voraussetzungen für eine Sacheinlage

Wenn man das Stammkapital nicht in Geldform aufbringen kann oder will, leistet man eine Sacheinlage. Wie diese im Einzelfall aussieht, kann ganz unterschiedlich sein. Typische Sacheinlagen sind:

  • Immobilien
  • Fahrzeuge
  • Rohstoffe
  • Forderungen
  • Rechte
  • Unternehmen

Damit die Sacheinlagen anerkannt werden, müssen sie im Gesellschaftsvertrag festgesetzt sein (§ 5 Abs. 4 GmbHG). Die genauen Umstände der Bewertung der Sacheinlage und der Bareinlage und Ihre Ergebnisse müssen darüber hinaus in einem Sachgründungsbericht hinterlegt sein. Weiterhin müssen die Sacheinlagen so beim Handelsregister gemeldet sein, dass sie allen Einlegern stets zur Verfügung stehen (§ 7 Abs. 3 GmbHG)

Wodurch zeichnet sich eine verdeckte Einlage aus?

Eine verdeckte Sacheinlage liegt immer dann vor, wenn zwar eine Bareinlage vereinbart wurde, die Gesellschaft nach der Gründung aber einen zuvor mit einem Gesellschafter vereinbarten Sachwert erhält. Durch folgende Merkmale zeichnet sich die verdeckte Sacheinlage darüber hinaus noch aus:

  • Die Bareinlage geht zum Teil zurück an den Gesellschafter. Es ist dabei nicht wichtig, ob das vor oder nach der Einlage geschieht. Bei einem speziellen Näheverhältnis (z. B. Verwandtschaft) ist auch ein Rückfluss der Bareinlage an einen Dritten möglich.
  • Zwischen den Beteiligten muss es eine Abrede geben, die den Wirtschaftserfolg des Rechtsgeschäfts dokumentiert

Beispiel für eine verdeckte Einlage

Eine AG will einen Geschäftsbereich absetzen. Zu diesem Zweck gründet sie mittels Bareinlage eine Tochter-GmbH. Sie erhält ein Stammkapital in Höhe von 10 Millionen Euro. Einen Monat später kauft die Tochter-GmbH Maschinen, Waren und Grundstücke im Wert von 8 Millionen Euro. Die GmbH bezahlt mit ihrem Stammkapital. Damit handelt es sich um eine Sacheinlage.

 

 

 

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