Was sind Bankrottdelikte?

05.03.2020

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Bankrottdelikte? Schuldner und Unternehmen können im Rahmen des Insolvenzverfahrens viele Straftaten begehen. Die Bankrottdelikte gehören zu den häufigsten Straftaten in diesem Bereich. Sie stehen mit der Durchführung des Verfahrens direkt in Verbindung und bringen Freiheitsstrafen oder Geldstrafen mit sich.

Voraussetzungen für ein Bankrottdelikt

Ein Bankrottdelikt kann als Insolvenzstraftat nur vorliegen, wenn Sie als Schuldner in einer wirtschaftlichen Krise gehandelt haben. Das bedeutet: bei Ihrem Unternehmen lag eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit vor. Sie sind demnach nicht mehr in der Lage, alle Verbindlichkeiten und Zahlungspflichten zu erfüllen. Oftmals reicht eine drohende Zahlungsunfähigkeit aus, um die Voraussetzungen für den Tatbestand zu schaffen. Ein Bankrottdelikt tritt jedoch auch ein, wenn Sie als Schuldner mit ihrer Handlung eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Unternehmens herbeiführen oder es zumindest versuchen. Auch hier sind entsprechende Strafen vorgesehen.

Wann ist der Tatbestand erfüllt?

Sie verwirklichen ein Bankrottdelikt, wenn Sie während der Insolvenz oder der wirtschaftlichen Krise des Unternehmens Vermögensbestandteile beiseiteschaffen, verheimlichen oder zerstören, die eigentlich zur Insolvenzmasse gehören (Vermögensverschiebung). Auch Verlust- und Spekulationsgeschäfte mit Wertpapieren oder Waren können den Tatbestand erfüllen, wenn sie einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechen. Sie gehen ein Delikt über einen Bankrott ein, wenn sie übermäßige Beträge durch unrentable Ausgaben, Wetten oder Spiele verbrauchen. Dies gilt ebenso, wenn Sie Geschäfte unter einer unrentablen Kreditaufnahme tätigen. Täuschen Sie Rechte Dritter vor oder erkennen diese an und schmälern dadurch die Vermögensmasse, zählt es ebenso als erfüllter Tatbestand. Besonders häufig ist ein Bankrottdelikt gegeben, indem der Schuldner Bilanzen und Unterlagen pflichtwidrig beseitigt, fälscht oder gar komplett weglässt und damit keine Übersicht mehr über den Vermögensstand hat.

 

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