Privatinsolvenz online beantragen

Welche Möglichkeiten Sie haben.

Viele unserer Mandanten, die über eine Privatinsolvenz nachdenken, wünschen sich so wenig Kontakt wie möglich mit dem Insolvenzgericht, dem Insolvenzverwalter und auch mit ihren Beratern. Vielen fällt der Gang zur örtlichen Schuldnerberatung und zum Insolvenzgericht am eigenen Wohnort schwer.

Das Problem: Wenn Sie sich von dieser Hürde abhalten lassen, schieben Sie den Weg in die Schuldenfreiheit nur auf. Je früher Sie mit Ihrer professionellen Entschuldung beginnen, desto schneller wird Ihr Leben wieder sorgenfrei.

Die naheliegende Lösung dieses Dilemmas lautet für viele: einfach alles online erledigen. Doch geht das überhaupt? Was kann online erledigt werden, was nur handschriftlich und per Post? Wann muss man einen persönlichen Termin wahrnehmen? Kann ich mich nicht generell in einschlägigen Online-Portalen ohne Beauftragung eines Anwalts für Insolvenzrecht beraten lassen?

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5 Fragen zur Privatinsolvenz online

Sehr viele Schritte vor und während einer Privatinsolvenz können nur mit der professionellen Hilfe eines Insolvenzrechtsanwalts online erledigt werden. Wir beraten Sie gerne – auch überregional, sollten Sie einen Ansprechpartner bevorzugen, der weiter von Ihrem Wohnort entfernt ist. Welche Schritte Sie online erledigen können und welche nicht, erfahren Sie hier.

Online-Forum, oder kompetente Beratung?

Wenn Sie überlegen, in die Privatinsolvenz zu gehen, können Sie sich vorher natürlich auf seriösen Seiten über die Vorbereitung, den Ablauf, die Dauer und die Kosten einer Privatinsolvenz im Internet informieren. Diese Informationen reichen jedoch nicht aus, um eine Privatinsolvenz allein durchzuführen.
Abgesehen davon, raten wir Ihnen dringend davon ab, eine professionelle Rechtsberatung durch den Besuch eines Online-Forums zu ersetzen. Hier gelangen Sie häufig an falsche Informationen und erleiden weitere finanzielle Schäden, für die Online-Beratende nicht haften.
Nur ein zugelassener Rechtsanwalt kann Ihnen eine seriöse und kompetente Rechtsberatung ermöglichen.
Nach gesetzlichen Vorgaben ist nur unser Berufsstand befugt, Ihren Fall rechtlich zu prüfen, zu bewerten und vor Gericht zu vertreten. Ein Anwalt verfügt auch über eine berufliche Haftpflichtversicherung, mit der Sie voll abgesichert sind. Wenn Sie einen falschen oder unvorteilhaften Rat bekommen und sich berechtigterweise auf diesen verlassen haben, bekommen Sie alle daraus entstehenden Schäden erstattet.

Ist ein Kontakt online möglich?

Wenn Sie uns online oder telefonisch kontaktieren, können wir Ihnen zunächst alle Fragen beantworten und Sie beraten. Alle Beratungsgespräche mit unseren Anwälten können gerne auch über das Internet, z. B. per Skype und/oder E-Mail erfolgen. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit dazu entschließen, die Beratung persönlich in einem unserer Büros fortzusetzen.
Für eine erste Beratung übermitteln Sie uns einfach Ihre Kontaktdaten per E-Mail, beschreiben kurz Ihr Anliegen und senden uns die Schreiben Ihrer Gläubiger eingescannt an die E-Mail-Adresse info@sg-kanzlei.de zu. Selbstverständlich behandeln wir Ihre Daten diskret und vertraulich.

Wer bereitet den Insolvenzantrag vor?

Dem Insolvenzantrag muss immer die Bescheinigung einer geeigneten Stelle – unsere Rechtsanwälte zählen dazu – über einen gescheiterten außergerichtlichen Einigungsversuch beiliegen. Das bedeutet, dass Sie zuvor alle Ihre Gläubiger anschreiben, Ihnen ein sorgfältig durchdachtes Angebot zusenden und um Zustimmung bitten müssen. Viele Gläubiger kommunizieren jedoch nicht über das Internet, sondern nur per Post. Wenn Sie uns mandatieren, können wir die außergerichtliche Schuldenbereinigung durchführen. Währenddessen können Sie weiterhin alle Ihre Fragen mit uns online klären.
Für den Insolvenzantrag selbst ist die Schriftform gesetzlich vorgeschrieben. Die Formulare können zwar online heruntergeladen werden. Dennoch müssen sie schriftlich ausgefüllt und durch zusätzliche Dokumente ergänzt werden. Am Ende muss der Antrag eigenhändig unterschrieben an das Gericht gesendet werden.
Wir können den Insolvenzantrag aber so für Sie vorbereiten, dass Sie ihn nur noch unterschreiben und uns per Post zurücksenden müssen. Die erforderlichen Dokumente können Sie uns hingegen gerne auch eingescannt in einer E-Mail übersenden. Wir reichen anschließend den vollständigen Antrag bei Gericht ein und Sie müssen sich um fast nichts mehr kümmern.

Wer übernimmt die Korrespondenz mit dem Gericht?

Auch die Gerichte kommunizieren bislang nur postalisch – eine Online-Abwicklung des Insolvenzverfahrens ist damit ohne fremde Hilfe ebenfalls nicht möglich. Mit einer anwaltlichen Vollmacht können wir aber fast die gesamte Korrespondenz mit dem Gericht für Sie übernehmen. Alle wichtigen Informationen lassen wir Ihnen elektronisch zukommen.

Muss ich persönlich den Insolvenzverwalter kontaktieren?

Ist das Insolvenzverfahren dann eröffnet, wird das Gericht für Sie einen Insolvenzverwalter bestellen. Dieser wird über die gesamte Dauer der Privatinsolvenz, insbesondere während der Wohlverhaltensphase, in Kontakt mit Ihnen bleiben. Meist reicht aber ein persönlicher Termin am Anfang dieser Phase.
Gerne begleiten wir Sie dabei, um Ihre Interessen gegenüber dem Insolvenzverwalter bestmöglich zu vertreten. Denn als Schuldner sollten Sie den Insolvenzverwalter nicht als Ihren Freund betrachten. Schließlich will er Ihnen nicht helfen, sondern sämtliches Vermögen verwerten. Dabei darf er sich auch nicht in Ihre Privatangelegenheiten einmischen. Über den pfändungsfreien Teil Ihres Einkommens dürfen Sie weiterhin frei verfügen.
Danach wird er Ihnen in regelmäßigen Abständen Fragebögen zusenden, die Sie beantworten und per Post zurücksenden müssen. Wenn Sie ihn aber regelmäßig über etwaige Veränderungen Ihrer Vermögensverhältnisse oder Ihrer Wohnanschrift informieren, wird der Insolvenzverwalter mit diesem Minimum an persönlichem Kontakt zufrieden sein. In der Regel ist der seltene persönliche Austausch ein gutes Zeichen und Sie sollten sich keinesfalls immer nach dem Sachstand erkundigen.

Ermitteln Sie Ihr pfändbares Einkommen.

Der Pfändungsrechner bietet Ihnen die Möglichkeit, den Teil Ihres pfändbaren Einkommens schnell zu ermitteln. Nach den neuen Pfändungsfreigrenzen ist Einkommen bis 1.179,99 € nicht pfändbar.

Informieren Sie sich in unserem Blog

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Der größte Fehler in solchen Situationen ist es, nichts zu tun. Aus der anfänglichen Verschuldung wird in einem schleichenden Prozess dann zwangsläufig eine schwer lösbare Überschuldung. Die Folgen können die ganze wirtschaftliche Existenz bedeuten.