TEIL 3 zum Marktaustritt

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Die richtige Produktpflege

Sie sind im dritten Teil unserer Checkliste angelangt: In keiner Phase Ihres unternehmerischen Handelns dürfen Sie die Produktpflege aus dem Blick verlieren. Dieses Thema ist von Beginn an wegweisend für den Werdegang Ihres Unternehmens. Ganz gleich, ob Sie ein Start-Up gründen wollen, oder ob Sie sich in der Phase der Gründung und Entwicklung Ihrer Produkte befinden. Nichts anderes gilt für Unternehmen, die schon Erfolge verzeichnen und schon in ihren festen Bahnen verfahren. Wir helfen Ihnen dabei, die Grundsätze der Produktpflege (erneut) zu überdenken.

Was ist Produktpflege?

Die behutsame aber kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten wird auch als Produktpflege verstanden. Dies erfolgt in aller Regel aber behutsam, weil zu starke innovative Veränderungen zum Scheitern Ihres Produkts führen können. Wenn die Kunden in ihrem Vertrauen enttäuscht werden, weil sie das Produkt nicht wiedererkennen oder weil es ein anderes Grundkonzept erhielt, werden sie sich abwenden. Mit der richtigen langfristigen Strategie können Sie also Marktklassiker auf dem Markt etablieren. Indem Ihr Produkt relativ konstant auf dem Markt erhalten bleibt, können Sie mit kleineren Veränderungen erfolgreicher sein als mit vielen neuen Innovationen. Mit weniger Aufwand können Sie als mehr Marktwirkung erzeugen.

Der Kern der Produktpflege besteht darin, zeitinvariante (das heißt zu jeder Zeit bei identischem Handeln identische Erfolge zu erzielen) Maßnahmen an Ihrem Produkt vorzunehmen. Hier stellen Sie insbesondere Überlegungen an, wie die im Rahmen der Produktplanung fixierten Leistungen umgesetzt bzw. erfüllt werden sollen. Dies stellt das direkte Gegenstück zur Produktinnovation dar, die sich mit der Gestaltung neuer selbst erschaffener Produkte befasst.

Der Fokus ist auf Evolution, statt auf Revolution zu legen.

 

Verschiedene Methoden

Um Ihr Produkt erfolgreich am Markt zu erhalten, stehen Ihnen verschiedene Herangehensweisen zur Verfügung. Sie sollten aber immer im Hinterkopf behalten, dass die Grenze zwischen der evolutiven Weiterentwicklung und der revolutionären Gestaltung fließend und nicht immer trennscharf ist.

Produktgestaltung

Zunächst legen wir den Fokus auf ein Mittel zur Produktdifferenzierung. Die Produktgestaltung stellt eine Dienstleistung dar, die auch Produktdesign genannt wird. Diese Leistung des sog. Designers befasst sich insbesondere mit dem Entwurf serieller bzw. industrieller Produkte. Dieser Entwurf von Produkten gliedert sich im zwei Arbeitsbereiche:

1. Das Gestalten von Konsumgütern (Werkzeuge, Fahrzeuge etc.) und

2. Das Gestalten von Investitionsgütern (z.B. Produktionsmaschinen oder Elektronische Geräte für den industriellen Einsatz).

Die sinnvolle Unterscheidung dieser beiden Sphären sichert Ihnen Qualität und Effizienz. Nur so können Sie Ihre Mitarbeiter und die eigene Arbeitsleistung gezielt einsetzen und anwenden. Als Ergebnis der Arbeitsteilung entsteht das Produkt der Formfindung. Diese Formfindung umfasst die Aufgaben mehrerer Betätigungsfelder: Die Formfindung findet zum Beispiel im Bereich unter dem Aspekt der formalen Schlüssigkeit, oder unter dem Aspekt der Fertigungsgerechtigkeit statt und formt Ihr Produkt in diesem Bereich.

Der Designer ist nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen (Massen)-Produktion hergestellt werden.

Produktvariation

Die Überlegungen zur Produktgestaltung führen uns direkt zum nächsten Angriffspunkt in Ihrem Unternehmen: Weiterhin wird Sie die Ausweitung der Produktfamilie beschäftigen: Es existieren differenzierte Maßnahmen zur Vergrößerung Ihrer Produktpalette. Ziel dieser Maßnahmen ist aber immer die gezielte Veränderung der Produktqualität durch bedarfs-, verfahrens- und/oder materialbedingte Produktvariationen.

Produktinnovation

Die eben genannten Maßnahmen beschäftigten sich mit der bereits vorhandenen Palette Ihrer Produkte. Um von den neuen Marktentwicklungen zu profitieren, liegt ein Fokus auch immer in der Zukunft bei der Gestaltung neuer Produkte. Dies erreichen Sie durch die Erstellung und Realisierung neuer Produkte und Dienstleistungen. Nur dann ist die Tätigkeit Ihres Unternehmens sowohl auf die Verbesserung bereits vorhandener Produkte, aber auch auf die Schaffung neuer Produkte ausgerichtet.

Die Kunden vertrauen auf Ihre optimierten Produkte und greifen dann aufgrund Ihrer Erfahrungen auf Ihre neuen Produkte zu.

Produktpolitik

Abschließend spielen Überlegungen, wie die im Rahmen der Produktplanung fixierten Leistungen umgesetzt bzw. erfüllt werden sollen, eine Rolle. Die Produktpolitik umfasst alle Entscheidungen, die sich auf die Gestaltung des Angebotes eines Unternehmens beziehen. Dieses marketingpolitische Instrument macht den Kern der Aktivitäten aus: Die Vermarktung im allgemeinen Geschäftsverkehr bildet das Produkt selbst, welches entwickelt, am Markt eingeführt, gepflegt und bei Bedarf modifiziert oder eliminiert werden muss. Daneben beschäftigt sich die Produktpolitik auch mit Entscheidungen über begleitende Dienste, der Verpackungsgestaltung und der Markenbildung.

 

Fazit: Und wofür dienen diese Bemühungen?

Ein einmal eingefahrener Erfolg garantiert Ihnen nicht, dass die Kunden Ihnen auch zukünftig treu bleiben. Da die Konkurrenz nicht schläft, müssen auch Sie zeigen, dass Sie mit der Zeit gehen und neues an den Markt bringen.

Doch wieso diese Ausführungen zur Produktpflege im Rahmen der Merkliste zum Marktaustritt? Der Bezug ergibt sich nicht unmittelbar. Doch wer den Marktaustritt seines Unternehmens vermeiden möchte, muss sich der ständigen Optimierung seiner Produkte stellen. Ein bei Beginn der Geschäfte erarbeitetes Konzept ist zwar die Grundlage Ihres Handelns, genügt aber keineswegs, um sich auf Dauer am Markt zu etablieren.

Die ständige Pflege Ihrer Produkte beschert Ihnen die treuen Kunden, die Sie mit Ihrem Unternehmen erreichen wollen.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt.

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