Insolvenz­bekanntmachungen – Verfahren online einsehen

13.02.2020

LESEZEIT:

Insolvenzbekanntmachungen:

In Deutschland gibt es jährlich etwa 100.000 Verfahren als Verbraucherinsolvenz. Hinzu kommen 20.000 Verfahren ehemals Selbstständiger, die eine Regelinsolvenz anmelden müssen. Nach dem Insolvenzantrag auf das Verfahren und der Eröffnung werden die Vorgänge auf unterschiedliche Art und Weise veröffentlicht. Der schnellste Weg über diese Veröffentlichung ist online.

Wo werden die Verfahren veröffentlicht?

Die bundesdeutschen Insolvenzgerichte haben sich im Internet zusammengeschlossen und eine Webseite für diese öffentliche Bekanntmachung online gestellt. Sämtliche Verfahren sind auf der Plattform www.insolvenzbekanntmachungen.de auch von Außenstehenden einzusehen. Diese Art der Veröffentlichung ist laut Insolvenzordnung vorzunehmen und geschieht immer dann, wenn ein Schuldner den Antrag auf Verfahrenseröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht eingereicht hat. In diesem Sinne spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Verbraucherinsolvenzverfahren oder Regelinsolvenzverfahren handelt.

Gezielte Suche nach Schuldnern

Über die Webseite kann gezielt nach Schuldnern gesucht werden. Zum einen steht die uneingeschränkte Suche zur Verfügung. Hier lassen sich alle Bekanntmachungen der vergangenen sechs Monate aufrufen, ohne irgendwelche Einschränkungen vorzunehmen. Die Einträge sind dann meist alphabetisch geordnet. Die Detail-Suche gibt deutlich mehr Möglichkeiten, gezielt nach einem Schuldner zu suchen. Hier sind auch ältere Einträge verzeichnet. Dafür muss der Sitz des Insolvenzgerichts bekannt sein. Außerdem sind Angaben, wie beispielsweise Wohnort des Schuldners oder ein Familienname notwendig. Selbst über das Aktenzeichen oder die Registerart lassen sich Schuldner suchen.

Wichtig: Sämtliche gerichtliche Verfahren benötigen mehrere Monate, bis diese über die Bekanntmachungen auch im Internet zu finden sind. In dieser Zeit dürfen die Schuldner bereits keine neuen Forderungen mehr riskieren. Scheitert die Privatinsolvenz, so bleiben die Forderungen 30 Jahre lang bestehen.

 

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